Coimbraprotokoll und MS – Meine Erfahrungen #01

CP #01 – mein Weg I Vorbereitungen I Start

Ich schreibe über meinen Weg hin zur Vitamin-D3-Hochdosis-Therapie für Autoimmunerkrankungen, zu meinem Protokollarzt, über meine Vorbereitungen und meinen Einstieg ins Protokoll.

Mein Weg ins Protokoll

Bereits vor einigen Jahre nahm ich das Protokoll wahr. Doch fand sich damals der nächste Protokollarzt in Skandinavien bzw. Italien. Eine Kontaktaufnahme kam damals für mich nicht in Frage. Ich konzentrierte mich auf anderes, das Protokoll blieb aber im Hinterkopf…

Zum ersten Mal ernsthaft mit dem Coimbraprotokoll beschäftigte ich mich im Herbst 2016. Zu dieser Zeit wuchs das Bewusstsein für diese Therapieform auch in Deutschland: Die Sache kam endgültig ins Rollen, als Christina Kiening ihre positiven Selbstversuche „nach Außen“ trug.

Meinen Protokollarzt Dr. Nehler hatte ich bereits im Herbst 2016 ins Auge gefasst: Er hat seine Praxis in Saalfeld, nicht gerade um die Ecke, aber erreichbar! Dies war ein echt entscheidendes Kriterium für mich: Komme ich mit überschaubarem Aufwand zum Arzt…

Dr. Nehler reiste mit einem Kollegen im Mai 2017 nach Brasilien, um sich durch Dr. Coimbra in einwöchiger intensiver Hospitation zertifizieren zu lassen. Genug Vorlauf also, um mich weiter mit dem Thema zu beschäftigen und erst einmal nach Indien zur MS-spezifischen Ayurveda-Kur zu reisen.

Mein Erstgespräch und meine Vorbereitungen

Meinen ersten Termin bei Dr. Nehler hatte ich dann im August 2017.

Im Vorbereitung des Termins ließ ich durch meine Hausärztin notwendige Blut- und Urinwerte bestimmen. Auch einen Anamnese- und Stressfragebogen füllte ich vorab aus. Gerade solch ein Stressfragebogen zeigt dir deine Triggerpunkte…

Für den Termin nahm sich Dr. Nehler mind. 1,5 Stunden Zeit. Er untersuchte dabei nicht den Körper, seine Symptome oder Defizite. Nein, er wollte wissen: Was bist du für ein Mensch? Wie tickst du, wie bist du drauf? Was treibt dich um, und was trieb dich in die MS?

„Demut, Dankbarkeit, Gegenwärtigkeit…“

Dr. Nehlers Tellerrand liegt ganz weit hinter dem Horizont. Selten traf ich einen so pointierten, direkten und frei denkenden Menschen und Arzt. Er sagt, was getan werden muss. Er steckt den Rahmen klar ab. Will ich es? Ja? Dann gibt es kein; ja, aber… Dann tu ich es.

Einige Tage nach dem Termin ließ ich noch ein MRT von Schädel und HWS anfertigen, als Referenz. Auch besorgte ich mir die notwendigen Wirkstoffe und Materialien für meinen Einstieg:

  • Vitamin D3
  • Magnesium
  • Vitamin B2
  • skandika Home Vibration Plate 500 (skandika)

Auch habe ich alle meine leidlichen Einschränkungen und Symptome aufgelistet. Sie hier aufzuschreiben, würde den Rahmen sprengen.. (die Auflistung verwende ich auch für meinen Antrag auf Erwerbsminderungsrente).

Meine Ärzte

Und meine „normalen“ Ärzte?

Meine Hausärztin ist sehr aufgeschlossen, sie hat bisher alle Untersuchungen über meine Krankenkasse abrechnen lassen. Dafür bin ich dankbar, sie unterstützte mich auch beim Thema LDN (nur greift Vitamin D3 einen Schritt früher ins Geschehen ein…)

Die Ärzte in meiner neurologischen Praxis… nun ich muss ausholen. Seit meine ursprüngliche Neurologin in Ruhestand gegangen ist, werde ich -so meine Erfahrung- zwischen den Ärztinnen in Weiterbildung hin- und her geschoben. Gehör oder sogar Interesse finde ich eher nicht. Diese Scheuklappen-Abbügel-Manier betrübt mich…

Mein Start

Bevor ich dann endlich startete, habe ich mich eine Woche lang an die notwendige Trinkmenge gewöhnt. Und dann ging’s los, am 03.09.2017, aufgrund meines Untergewichts mit verringerter Tages-Dosis von 33.000 IE Vitamin D3.

Ohne übertriebene Erwartungen. Aber mit Zuversicht.


Meine(n) Dosierungsverlauf und aktuelle Präparate findest du auf der Blogseite Coimbraprotokoll, Kapitel 4. [VERLINKUNG FOLGT]

Bildquellen

  • 000_BlogImage-CP: Marit Mueller

4 Kommentare

  • Hallo Marit,
    ich habe deine beiden Erfahrungsberichte aufmerksam gelesen.
    Ich bin 54 und seit 2007 an chronisch progredienter MS erkrankt mit starken Bewegungseinschränkungen im rechten Arm und Bein, Schwindel, Reizblase und Fatigiue.
    Seit September 2014 bin in Rentner und habe einen Pflegegrad 2.
    Zur Zeit bekomme ich an klinischer Medikation alle 3 Monate eine Urbasoninfusion und seit September Ocrelizumab über das Härtefallprogramm.
    Mich interessiert in diesen Zusammenhang vor allem deine Erfahrungen mit dem Coimbraprotokoll bzgl Verbesserung
    deiner MS Symptome und deine Erfahrungen mit Dr. Nehler.
    Ein weiterer wichtiger Punkt sind für mich natürlich, als Rentner, die mit dem Coimbraprotokoll verbundenen Behandlungskosten und Arzthonorare, da diese ja nicht von der Kasse übernommen werden.
    Wenn du dazu Informationen hast,, wäre es toll diese zu erfahren, da man vor einer Behandlung schon wissen sollte, was da finanziell auf einen zukommt, neben den bestehenden finanziellen Verpflichtungen.
    Gespannt warte ich auf deinen nächsten Erfahrungsbericht und verbleibe mit
    besten Wünschen für den Erfolg deiner Behandlung und deiner Gesundheit.
    Helmut

    • Lieber Helmut,
      schön, dass du meine Webseite entdeckt hast! In meinen nächsten Berichten zum Coimbra-Protokoll schreibe ich auch über erste gute Veränderungen. Das ganze braucht natürlich seine Zeit, und ich bin noch am Anfang der Dosis-Findung… Dass du nach den Kosten fragst, ist ein guter Hinweis, denn ich verstehe, dass alles erstmal wie eine Finanzen-Blackbox ist. Ich werde nach und nach meine Kosten auf der Seite auflisten, und im nächsten September kann ich dann eine erste Zahl zu den Jahreskosten nennen. Ich gehe von 2 Konsultationen/Jahr beim PA mit je ca 250 EUR aus. Die Laboruntersuchungen versuche ich soweit und solange wie mgl. über meine Hausärztin abzurechnen. Die Medikamentenkosten sind abhängig von der Menge und Dosierung an Nahrungsergänzungsmitteln, die du nimmst; obligatorisch sind D3, Mg und B2. Ich überschlage mit 50 (Minimalpaket) bis 120 („Volle Kanne“) EUR/Monat. M.E. ist es überschaubar, doch ich weiß: auch diese Kosten wollen gewuppt werden. Dennoch empfinde ich das Protokoll als eine lohnende Investition. Zum meinem PA Dr. Nehler kann ich sagen: ich habe selten so einen engagierten Menschen gesehen! Ja er „wäscht dir den Kopf“ (mir auch!), denn er ist 100%ig überzeugt und erwartet diese Hingabe auch von dir. Mein „Ja, aber…“ ließ er nicht gelten, und er hat recht: Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.
      Lass es dir gut gehn! Herzlichst,
      Marit

      • Hallo Marit,

        vielen Dank für die schnelle Antwort und die vielen Informationen..

        Nun muß ich in mich gehen und nachdenken.

        mit besten Wünschen
        Helmut

        • Lieber Helmut,
          sehr gerne! In meiner ersten Antwort hatte ich vergessen: Es lohnt sich eine Anmeldung bei Facebook, denn das kannst du dich in die Facebook-Gruppe „Gruppe Coimbraprotokoll – Vitamin D gegen Autoimmunerkrankungen“ aufnehmen lassen. Diese ist sehr aktiv und rührig, und bietet eine ganze Menge an Informationen.
          Liebe Grüße, Marit

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