Kortison, nein danke? – Hier 2 gute Alternativen für Dich!

Heute dreht sich’s um Alternativen zum Kortison.

Kortison ist insbesondere für seine entzündungshemmende Wirkung bekannt. Daher wird es bei der Behandlung eines akuten MS-Schubes gerne eingesetzt.

Wie Du auch weißt, hat Kortison keinen Einfluss auf den Verlauf der MS. Allein, es lässt die Entzündung schneller abschwellen.

Schneller ist nicht unbedingt besser

Dass die Entzündung unter Kortison schnell abklingt bedeutet nicht zwangsläufig, dass sich das entzündete Gewebe fehlerfrei zurückbildet. Nicht besser, nicht schöner. Nur schneller.

Es gibt Stimmen die sagen, dass das Tempo der Rückbildung unter Kortison einfach zu hoch ist, dass es zu schnell geht, um ein sauberes, narbenfreies Ausheilen zu erlauben.

Gut Ding will eben Weile haben…

Also schreibe ich Dir heute über 2 Alternativen zum Kortison.

Das erstmal vorab:

Kortison ist eine gute Sache und hat seine Berechtigung im Medikamentenstrauß der Schulmedizin. Aber es kann halt auch anders gehen…

Vorab auch ein bissel Haarspalterei:

Kortison ist eine inaktive Form des Hormons Kortisol, welches in unseren Nebennierenrinden gebildet wird. Rund 8-25 mg am Tag. [1] Kortisol und seine chemischen Abwandlungen sind also die aktive, wirksame Form.

Aber wir haben es uns alle einfach gemacht und sprechen umgangssprachlich von KorstioN, wo eigentlich KortisoL drin ist. Um weiterer Verwirrung vorzubeugen, belassen wir’s dabei: Kortison!

Meine Erfahrungen mit Kortison

In meinem Leben habe ich nur 2 Mal Kortison genommen. Immer wenn es einen echten Schub gab. Gab ja nur 2. Immer aus Ermangelung an Alternativen. Weil ich damals halt keine kannte.

Beim ersten Schub 2001, dem Diagnose-Schub sozusagen, gab es über 10 Tage 500 mg Urbason intravenös. Warum 10 Tage? Weil nach den ersten avisierten 5 Tagen keine Symptomverbesserung eintrat und die Ärzte wohl bissel nervös wurden. Also nochmal 5 drauf. Danach habe ich das Medikament in abnehmender Dosierung und über mehrere Wochen langsam ausgeschlichen.

Der zweite Schub 2009 wurde mit einer 3-tägigen Dosis von je 1.000 mg Methylprednisolon intravenös behandelt. Hier habe ich im Anschluss das Medikament nicht ausgeschlichen.

Beiden Aktionen gemein war meine unverschämt gute Gemütsverfassung. Ich war einfach guter Dinge und hätte Bäume ausreißen können. Nach der zweiten Aktion 2009 fiel ich Tage darauf in ein Loch. Von Himmelhoch jauchzend zu Tode betrübt. Einfach schlapp in Körper und Geist…

Wie gesagt, damals kannte ich keine Alternativen.

Heute kenne ich schon mal 2!

Allen 2 ist gemein: Sie wirken langsamer als Kortison. Aber sind nicht unbedingt weniger wirksam.

Eine erste Alternative wäre…

Bromelain – Ein Enzym der Ananas

… das, wie andere Enzyme auch, eine entzündungshemmende und abschwellende, aber auch eine immunmodulatorische Wirkung hat.

Ich wende es derzeit nur als meine individuelle Stoßtherapie an, wenn ich bemerke, dass es gerade „nicht rund läuft“ oder Symptome mich leicht einschränken und unangenehm sind.

Meine 4-Tage-Stoßtherapie mit einer kleinen Packung Bromelain (30 Tabletten) sieht also so aus:

  • Tag 1) 1 x 2 Tabletten + 1 x 5 Tabletten
  • Tag 2) 2x täglich je 5 Tabletten
  • Tag 3) 2x täglich je 5 Tabletten
  • Tag 4) 1 x 3 Tabletten

Bei nur 4 Tagen Anwendung lagere ich die Tabletten auch nicht im Kühlschrank.

Dabei nehme ich die Tabletten wie folgt ein:

  • nüchtern ( 1 Stunde vor oder 2-3 Stunden nach einer Mahlzeit)
  • mit reichlich Flüssigkeit (mind. 1/4 Liter Wasser, keine Milch!!!)

Die 30er-Packung wie im Bild kostet in der Apotheke ca. 13-15 EUR.

Wann habe ich Bromelain bisher für mich angewandt?

Bild1: Bromelain POS, UrsaPharm (eigenes Bild)

Bild1: Bromelain POS, UrsaPharm (eigenes Bild)

  • Als ich beim Trinken Schluckbeschwerden bemerkte: Ich habe es nicht koordiniert bekommen, das „Luftröhre zu, Speiseröhre auf“. Ich hatte häufig Trinkbares in der Luftröhre und röchelte nach Luft. Sehr beklemmend.
  • Als ich eine verwaschene Sprache und eine schwere Zunge bemerkte: Irgendwie hatte ich das Gefühl zu lallen und die Aussprache langsilbiger Worte fiel mir schwer. Auch wenn mein Gegenüber dies nie gehört hat – für mich war’s unangenehm.

Ergänzend sei erwähnt: Es gibt auch Möglichkeiten einer langfristigen Enzymtherapie. Die ich noch nicht ausprobiert habe, aber interessant finde. Weiterführend Infos findest Du unter:

Enzymforschungsgesellschaft: http://www.enzymforschungsgesellschaft.de/

Als ebenfalls wirksam erwiesen hat sich…

Morgenurin – voll mit körpereigenem Kortison [2]

Das ist weder ekelig noch ungesund. Es gibt ja Menschen, die trinken ihren Morgenurin sogar pur.

Es gibt aber auch eine entschärfte Variante, auf welche ich durch das Buch von Brigitte Judith Lang gekommen bin. [2]

Dabei wird aus Morgenurin, abgekochtem Wasser, 3-5 10ml-Gläschen plus Pipette und medizinischem Alkohol eine individuelle, beinahe homöopathische – weil stark verdünnte – Lösung zubereitest.

Warum Morgenurin? Weil er die höchste Konzentration an körpereigenem Kortison hat.

Warum auf homöopathische Art? Weil es nach dieser Lehre völlig ausreicht, die Information weiterzugeben. Also die Info des Kortisons „ich kann Entzündungshemmung!“.

Die Materialien (Gläschen, Pipette, Alkohol) kosten in der Apotheke zusammen ca. 15 EUR.

Wann habe ich meine eigene Urin-Aufbereitung bereits angewandt?

Bild2: Urinbehälter (frolicsomepl @ pixabay.com)

Bild2: Urinbehälter (frolicsomepl @ pixabay.com)

  • Ebenfalls zu Zeiten einer vernuschelten Sprache. Ich hatte in den ersten Tagen gleich eine große Verbesserung in der Aussprache und Zungenkoordination gespürt, ganz abgeklungen war das Problem dann nach ca. 1,5 Wochen.

Wenn Dich die Zubereitung Deiner eigenen Lösung interessiert, dann erkläre ich Dir hier: Schritt für Schritt, wie Du dafür vorgehst.

Enzyme oder Morgenurin – ein kleiner, subjektiver Vergleich

Beide Varianten sind Alternativen zum Kortison, brauchen u.U. aber länger.

Beide Varianten wirken entzündungshemmend und sind nebenwirkungsarm.

Beide Varianten sind einfach anzuwenden, wobei das Enzym als Fertigpräparat gekauft, die Urin-Aufbereitung selbst hergestellt wird.

Kostengünstiger auf lange Sicht ist die Anwendung der homöopathischen Urin-Aufbereitung. Macht auch mehr Spaß.

Beide Varianten kann ich empfehlen, beide sind wirksam, wenn Du eine Entzündung zum Ausklingen bringen willst. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir meine eigene Urin-Aufbereitung etwas besser und direkter geholfen hat.

Aber ich denke…

probier beide Varianten mal aus!

Hast Du bereits Erfahrungen mit Enzymen/Enzymtherapie oder einer Urin-Aufbereitung?

Kennst Du weitere Alternativen zum Kortison?

Schreib mir, ich freu mich auf Deinen Kommentar!

Du hast eine liebe Freundin, die diese 2 Alternativen noch nicht kennt?

Dann teile den Blog-Artikel mit ihr!


Quellen:

[1] http://www.gesundheit.de/medizin/wirkstoffe/sonstige-wirkstoffe/kortison-cortison, Abruf am 05.07.2016.

[2] Lang, Dr. Brigitte Judith: Multiple Sklerose ist heilbar; Pro BUSINESS GmbH, Berlin 2006.

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